
Begegnungstage (Workshops)
aktuellen und konkreten Themen mit Gestalt und Achtsamkeit begegnen
Zwischenzeit
Was trägt uns,
wenn die Gewissheiten schwinden?
Was trägt uns, wenn die vertrauten Landkarten verblassen und die neuen noch nicht gezeichnet sind? Zwischenzeit — sechs achtsame Begegnungstage für eine Zeit, in der das Alte nicht mehr ganz trägt und das Neue noch keine Form gefunden hat.
Termine:
14.8.-16.8.2026 und 18.9.-20.9.2026
Plätze:
auf 10 TeilnehmerInnen begrenzt
Kosten
419 EUR für 6 Tage
Für Menschen mit geringem Einkommen stehen ermässigte Plätze zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Bedarf gern an.
2 Wochenenden
Freitag 18.00 bis
Sonntag 13.00 Uhr
4 Abende
Fr 18.00
bis 21.00 Uhr
achtsame Paarzeit
Gibt es uns noch?
Es gibt einen Punkt, an dem zwei Menschen sich lange kennen und doch nicht mehr sehen. Nicht mit einem Bruch, eher als langsames Gewöhnen. Achtsame Paarzeit — vier Abende für Paare, bei denen etwas still geworden ist, und für die, die durch eine schwere Zeit gehen.
Termine:
2.10., 9.10.,16.10., 30.10.2026
Plätze:
auf 5 Paare begrenzt
Kosten
220 EUR pro Person
Für Menschen mit geringem Einkommen stehen ermässigte Plätze zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Bedarf gern an.
Zwischenzeit
Was trägt uns,
wenn die Gewissheiten schwinden?
Leitung: Alexander Kopp - Gestalttherapeut
Herzliche Einladung zu den Begegnungstagen:
Zwischenzeit
Was uns trägt, wenn die Gewissheiten schwinden.
Es gibt einen Punkt, an dem die bewährten Antworten leiser werden. Nicht mit einem Knall, eher als langsames Nachlassen. In den vergangenen Monaten höre ich immer wieder ähnliche Sätze — von Menschen, denen ich in Gruppen und Einzelsitzungen ein Gegenüber bin, und auch im Privaten:
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„Ich frage mich oft, ob das, was ich seit zwanzig Jahren mache, in drei Jahren überhaupt noch jemand braucht."
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„Früher hatte ich das Gefühl, die Richtung zu kennen. Heute bin ich mir nicht einmal sicher, welche Fähigkeiten künftig noch zählen."
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„Ich merke, dass ich Nachrichten zunehmend vermeide. Nicht, weil sie mich nicht interessieren, sondern weil ich immer weniger beeinflussen kann."
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„Ich habe Sorge, ob meine Kinder einmal ein leichteres Leben haben werden als wir."
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„Ich habe keine Angst vor Veränderung. Aber ich weiß nicht, ob ich noch einmal die Kraft hätte, ganz neu anzufangen."
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„Früher hatte ich Vertrauen in viele Institutionen. Heute bin ich mir da nicht mehr so sicher."
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„Ich habe das Gefühl, dass Menschen schneller gegeneinander geraten als früher."
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„Eigentlich läuft mein Leben gut. Und trotzdem mache ich mir viel mehr Sorgen um die Zukunft als vor zehn Jahren."
Eine Mutter, ein Unternehmer, ein Lehrer, ein Therapeut, ein Coach, ein Student, eine Führungskraft, eine Erzieherin, ein Mittfünfziger.
Die Lebenssituationen unterscheiden sich. Die Themen auch. Und dennoch verweisen diese Sätze auf etwas Gemeinsames — etwas, das tiefer liegt.
Lange sind viele von uns mit der Annahme aufgewachsen, dass die Zukunft im Wesentlichen eine zuversichtliche Fortsetzung der Gegenwart sein würde. Vielleicht etwas besser, vielleicht etwas schwieriger. Aber grundsätzlich verständlich.
Wer sich anstrengt, wird seinen Platz finden. Wer lernt, lernt etwas, das gebraucht wird. Wer arbeitet, wird von seiner Arbeit leben können.
Heute wirken viele dieser Gewissheiten weniger selbstverständlich. Berufe verändern sich in einer Geschwindigkeit, die vor wenigen Jahren kaum vorstellbar schien. Politische Lager entfernen sich voneinander. Kriege rücken näher. Und während die Möglichkeiten wachsen, wird die Angst vor der Zukunft an vielen Stellen größer.
Mich beschäftigt dabei weniger die politische oder technologische Analyse. Davon gibt es genug.
Mich interessiert etwas anderes: Was geschieht mit einem Menschen, wenn die Antworten, auf die er sich lange verlassen hat, nicht mehr tragen? Wenn die vertrauten Landkarten verblassen und die neuen noch nicht gezeichnet sind?
Vielleicht erleben wir gegenwärtig genau eine solche Zwischenzeit. Eine Zeit, in der das Alte nicht mehr vollständig trägt und das Neue noch keine erkennbare Form gefunden hat.
Was nicht mehr allein getragen werden muss
Diese Begegnungstage richten sich an Menschen, die den Eindruck haben, dass sich etwas verändert hat. Nicht nur in der Welt. Sondern auch in ihnen selbst.
Was mich in Gruppen immer wieder berührt: Die meisten halten ihre Sorgen zunächst für etwas sehr Persönliches. Bis sie hören, dass andere Ähnliches erleben — die Sorge um die Kinder, die Frage nach der eigenen Arbeit, die Erschöpfung durch die ständigen Krisennachrichten, das Gefühl, dass die Gräben tiefer werden.
Und dann geschieht etwas Merkwürdiges. Die Probleme verschwinden nicht. Aber die Einsamkeit wird kleiner. Nicht durch gemeinsames Klagen, sondern durch die aufrichtige Begegnung mit dem, was sich wirklich zeigt.
Man erkennt sich in den Geschichten anderer wieder. Nicht vollständig. Aber weit genug.
Der Unsicherheit begegnen, statt sie loszuwerden
Mich beschäftigt weniger die Frage, wie Menschen ihre Unsicherheit möglichst schnell loswerden. Mich interessiert, was geschieht, wenn wir ihr gemeinsam begegnen.
Wenn Ängste ausgesprochen werden dürfen. Wenn Zweifel einen Platz bekommen. Wenn wir bemerken, dass manche Formen von Starre vielleicht nicht aus Schwäche entstehen, sondern aus Überforderung — und wenn wir neugierig werden auf das, was sich dahinter verbergen könnte.
Dabei wird nicht nur Schweres sichtbar. Wo Menschen sich ehrlich begegnen, wird häufig auch gelacht. Über die Absurditäten unserer Zeit. Über die Verrenkungen, mit denen wir versuchen, Sicherheit herzustellen. Über die erstaunliche Kreativität, mit der wir uns um Zukünfte sorgen, die noch gar nicht eingetreten sind.
Auch das gehört dazu.
Achtsames Forschen
Die Praxis des achtsamen Forschens bildet das Fundament dieser Tage. Nicht als Methode, um Schwierigkeiten verschwinden zu lassen, sondern als Möglichkeit, ihnen anders zu begegnen.
Geforscht wird im Hier und Jetzt, jenseits von richtig und falsch. Es geht nicht darum, zu einem Ergebnis zu kommen, sondern wahrzunehmen, was ist. In der Arbeit der Gestalt nennen wir das Kontakt: die Erfahrung, mit dem, was gerade ist, nicht allein zu sein.
Eine Welle lässt sich nicht dadurch beruhigen, dass wir ihr sagen, sie möge verschwinden. Aber wir können lernen, sie wahrzunehmen. Auf ihr zu surfen. Uns von ihr berühren zu lassen, ohne von ihr fortgerissen zu werden.
Vielleicht entsteht Orientierung nicht dadurch, dass wir wieder mehr Sicherheit finden. Vielleicht entsteht sie dadurch, dass wir lernen, mit der Unsicherheit anders in Beziehung zu treten.
Diese Reihe verspricht keine neue Sicherheit — die ist vielleicht nicht zu haben. Sie arbeitet an etwas Tragfähigerem: handlungsfähig zu bleiben, auch wenn die äußeren Gewissheiten dünner werden.
Wenn das einen Nerv trifft, findest Du hier die Termine und alles Weitere.
Der Rahmen
Format: Zwei Wochenenden über drei Tage.
Zeiten: Freitag 18–21 Uhr, Samstag 10–13 Uhr und 14.30–17.30 Uhr, Sonntag 10–13 Uhr.
Termin: 14.8.-16.8.2026 und 18.9.-20.9.2026
Ort: Dürener Strasse 220, 50931 Köln
Leitung: Alexander Kopp, Gestalttherapeut und Achtsamkeitslehrer
Gruppengröße: begrenzt auf 10 Teilnehmende.
Für Menschen mit geringem Einkommen stehen ermässigte Plätze zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Bedarf gern an.
Kosten: 419 EUR für 6 Begegnungstage
Für wen: Für alle Menschen, die spüren, dass eine Neuorientierung ansteht — und die nicht darauf warten wollen, dass es von allein wieder einfacher wird. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mitzubringen ist die Bereitschaft, hinzuschauen.
Paarzeit
Gibt es uns noch?
Leitung:
Alexander Kopp & Alexandra Kopp
Herzliche Einladung zu den Begegnungsabenden:
Paarzeit
Gibt es uns noch?
Es gibt einen Punkt, an dem zwei Menschen sich kennen und doch nicht mehr sehen. Nicht mit einem Bruch, eher als langsames Gewöhnen.
In der Arbeit mit Paaren — und auch im Privaten — hören wir immer wieder Sätze wie diese:
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„Wir funktionieren. Wir organisieren den Alltag, die Kinder, alles läuft. Nur uns gibt es darin kaum noch."
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„Ich weiß, was sie sagen wird, bevor sie es sagt. Und manchmal frage ich mich, wann ich aufgehört habe, zuzuhören."
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„Wir streiten nicht einmal mehr richtig. Es ist eher ein höfliches Aneinander-vorbei."
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„Seit der Sache vor zwei Jahren ist etwas zwischen uns, das wir beide umschiffen. Keiner spricht es aus."
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„Ich frage mich, ob wir noch zusammen sind, weil wir uns wählen — oder weil es sich so eingerichtet hat."
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„Ich vermisse ihn, und er sitzt neben mir auf dem Sofa."
Manche Paare sind seit zwanzig Jahren zusammen, manche seit fünf. Manche kommen aus einer Krise, manche spüren nur, dass etwas leiser geworden ist.
Die Geschichten unterscheiden sich. Und dennoch verweisen diese Sätze auf etwas Gemeinsames — etwas, das tiefer liegt.
Lange trägt eine Beziehung sich von selbst. Man kennt sich, man verlässt sich aufeinander, man muss nicht mehr fragen. Und genau darin geschieht es: Das Fragen hört auf. Man weiß ja schon...
Aus dem Gegenüber wird ein Bild des Gegenübers und mit dem Bild lebt es sich manchmal leichter als mit dem Menschen selbst.
Das ist kein Versagen. Es ist, was geschieht, wenn Nähe selbstverständlich wird.
Uns beschäftigt dabei weniger die Frage, wer woran schuld ist. Davon hat jedes Paar genug eigene Theorien.
Uns interessiert etwas anderes: Was geschieht, wenn zwei Menschen aufhören, sich zu kennen, und anfangen, sich wieder wahrzunehmen? Was brauchen wir eigentlich voneinander — und wissen wir es noch?
Was still geworden ist
Diese Begegnungstage sind für Paare, die spüren, dass etwas in Bewegung geraten ist — oder geraten müsste. Für die, bei denen über die Jahre etwas eingeschlafen ist. Und für die, die durch eine schwere Zeit gehen und nicht sicher sind, wie es weitergeht.
Was mich in der Arbeit mit Paaren immer wieder berührt: Wie viel zwischen zweien ungesagt bleibt — nicht aus Kälte, sondern aus Schonung. Man schützt den anderen, schützt sich, und im Schonen wird es still.
Hier bekommt das Ungesagte einen Raum. Nicht, um aufzurechnen, sondern um wieder hörbar zu machen, was wirklich da ist.
Einander wieder begegnen
Geforscht wird im Hier und Jetzt, zwischen Euch, jenseits von richtig und falsch. Es geht nicht darum, wer recht hat oder wer womit angefangen hat. Es geht darum, wahrzunehmen, was gerade zwischen Euch geschieht — und was darunter liegt.
In der Arbeit der Gestalt nennen wir das Kontakt: dem anderen wirklich zu begegnen, statt dem Bild, das man sich über die Jahre von ihm gemacht hat.
Manchmal zeigt sich dabei Schmerz. Manchmal etwas, das lange gefehlt hat. Oft wird auch gelacht — über die eingespielten Choreografien, mit denen zwei Menschen einander ausweichen, während sie meinen, sich zu suchen.
Vielleicht entsteht Nähe nicht dadurch, dass wir die alten Schwierigkeiten lösen. Vielleicht entsteht sie dadurch, dass wir einander wieder sehen, wie wir jetzt sind — und nicht, wie wir vor Jahren waren.
Diese Reihe verspricht keine Rettung und keine Garantie. Was sie anbietet, ist ein Raum, in dem Ihr einander noch einmal sehen könnt — und von dort aus entscheiden, was trägt.
Wenn das einen Nerv trifft, findet Ihr hier die Termine und alles Weitere.
Der Rahmen
Format: 4 Abende jeweils 18-21 Uhr
Termine: 2.10., 9.10.,16.10., 30.10.2026
Plätze: auf 5 Paare begrenzt
Kosten: 220 EUR pro Person
Ort: Dürener Strasse 220, 50931 Köln
Für Menschen mit geringem Einkommen stehen ermässigte Plätze zur Verfügung. Sprechen Sie uns bei Bedarf gern an.
Leitung:
Alexander Kopp - Gestalttherapeut, Achtsamkeitslehrer, Zen-Mönch, Vater und Ehemann
Alexandra Kopp - Praxismanagerin (Kinderarztpraxis), lebenserfahrene Mutter und Ehefrau, 10 Jahre Erfahrung mit Eltern und Kindern im Pädagogischen Kontext
Wir sind seit 28 Jahren glücklich verheiratet. Gestalt, Achtsamkeit, tiefe Dialoge, Bedürfnis- und Werteorientierung und gemeinsames Forschen was uns trägt, beschäftigt, trennt und verbindet begleitet uns dabei seit vielen Jahren. Unsere Kinder 28 und 24 sind auf Ihrem eigenen Weg. Neben den Grundlagen der Achtsamkeit und der Nicht-wertenden Haltung der Gestalt, möchten wir den Paaren als lebendes Beispiel für Begegnung ein wohlwollendes Gegenüber sein.
Für wen: Für Paare, die spüren, dass eine Veränderung ansteht oder etwas fehlt — und die nicht darauf warten wollen, dass es von allein wieder leichter wird. Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Mitzubringen ist die Bereitschaft, einander zuzuhören und hinzuschauen.

